Flat Pedale fürs MTB (Plattformpedale)
Es gibt drei Arten von Pedalen fürs MTB: Plattformpedale (Flat Pedale), Klickpedale und Kombipedale, die auf einer Seite eine Plattform und auf der anderen einen Klickmechanismus haben. Am Mountainbike spielen die Pedale eine zentrale Rolle für die Leistung und dafür, wie du jede Tour erlebst. Die richtigen verbessern die Tritteffizienz, geben dir mehr Kontrolle und mehr Komfort im schwierigen Gelände. In diesem Artikel gehen wir die Arten von MTB-Pedalen auf dem Markt durch, ihre wichtigsten Merkmale und wie du die wählst, die am besten zu deiner Fahrweise passen.
Wir starten mit Plattformpedalen, den verbreitetsten und am einfachsten zu nutzenden. Sie bieten eine flache Fläche, auf die du den Fuß stellst, und brauchen keine spezielle Bindung. Besonders beliebt sind sie bei Einsteigern und bei allen, die den Fuß sofort vom Pedal nehmen wollen, wenn es knifflig wird.
- 01Große Standfläche. MTB Flat Pedale bieten eine breite, stabile Plattform für den Fuß beim Treten: Das Gewicht verteilt sich gleichmäßiger und der Fuß steht sicher.
- 02Bewegungsfreiheit. Nichts bindet dich ans Pedal, du bewegst die Füße, wie du willst. Ein Vorteil im technischen Gelände, wo du ständig die Position anpassen musst, um die Balance zu halten oder den Fuß abzusetzen.
- 03Jeder Schuh. Du brauchst keine speziellen Schuhe. Sportschuhe oder sogar Sandalen gehen, ohne Cleats. Empfehlenswert sind trotzdem Flat Pedal Schuhe.
- 04Materialien. Es gibt sie aus Kunststoff (die einfachsten), aus Stahl oder Aluminium (haltbarer) oder aus Nylonfaser (gute Balance aus Gewicht und Haltbarkeit). Anspruchsvolle Fahrer suchen sie mit herausnehmbaren Pins für mehr Grip.
- 05Vielseitigkeit. Sie passen zu jedem Schuh und sind ideal, wenn du lieber in deinen eigenen Schuhen oder in Radschuhen ohne Cleats fährst.
- 06Einfach vom ersten Tag an. Du brauchst keine besondere Technik zum Ein- und Ausklicken. Deshalb sind sie die Lieblingswahl von Einsteigern.
- 07Sicherheit. Den Fuß im Notfall schnell wegnehmen zu können, hilft, Verletzungen zu vermeiden.
- 08Schwäche: weniger Effizienz. Weil du nicht mit dem Pedal verbunden bist, verlierst du etwas Energie, da du nicht über die ganze Kurbelumdrehung konstant Kraft aufbringen kannst.
- 09Schwäche: weniger Traktion. Sie bieten weniger Traktion als andere Pedalarten, und das merkst du beim Treten auf rutschigem oder schlammigem Untergrund.
- 10Tipp: austauschbare Pins. Wähl MTB Flat Pedale mit austauschbaren Pins. Damit passt du den Grip an deine Vorlieben und an das Gelände an, in dem du unterwegs bist.
Klickpedale fürs MTB
Klickpedale sind bei erfahrenen Fahrern und bei allen, die ihre Leistung steigern wollen, sehr beliebt. Sie brauchen spezielle Schuhe mit einem passenden Cleat, das am Pedal einrastet. Diese feste Verbindung zwischen Fuß und Pedal überträgt die Kraft effizienter und verbessert die Kontrolle über das Rad.
- 01Bindungssystem. Ein Mechanismus im Pedal rastet am Cleat unter der Schuhsohle ein und schafft eine sichere Verbindung zwischen Fuß und Pedal. Es gibt verschiedene Systeme, etwa solche kompatibel mit SPD oder andere verschiedener Hersteller, jedes mit eigenen Merkmalen und Kompatibilitäten.
- 02Einstellbare Auslösung. Du stellst die Kraft, die zum Lösen des Fußes nötig ist, nach deinen Vorlieben ein.
- 03Materialien. Meist aus Aluminiumlegierungen oder Stahl, was gute Haltbarkeit und Festigkeit garantiert.
- 04Mehr Tritteffizienz. Weil du über die ganze Kurbelumdrehung konstant Kraft aufbringst, trittst du effizienter und erzeugst mehr Leistung.
- 05Mehr Kontrolle und Stabilität. Die feste Verbindung zwischen Fuß und Pedal verbessert die Kontrolle über das Rad, vor allem im schwierigen Gelände.
- 06Füße, die nicht abrutschen. Im ruppigen Gelände verhindern Klickpedale, dass der Fuß vom Pedal rutscht, und das senkt das Verletzungsrisiko.
- 07Schwäche: Lernkurve. Es dauert, bis du im Notfall schnell ausklickst. Bis du es beherrschst, kann es Stürze oder Verletzungen geben.
- 08Schwäche: weniger Freiheit. Weil du eingeklickt bist, hast du im technischen Gelände weniger Freiheit, die Füße zu bewegen.
- 09Schwäche: spezielle Schuhe. Du brauchst MTB-Klickschuhe, also Schuhe fürs Mountainbiken mit Cleat-Aufnahme. Das sind zusätzliche Kosten.
- 10Schwäche: teurer. Klickpedale kosten meist mehr als andere Pedalarten.
- 11Tipp: erst üben. Wenn du neu mit Klickpedalen bist, übe auf flachem, wenig technischem Gelände, bevor du anspruchsvollere Touren angehst.
- 12Tipp: Cleats richtig wählen. Es gibt verschiedene Cleat-Systeme auf dem Markt. Informier dich, welches am besten zu deinen Bedürfnissen und deinem Fahrstil passt.
Kombipedale fürs MTB
Wie der Name sagt, kombinieren MTB-Kombipedale die Eigenschaften von Plattform- und Klickpedalen: Plattform auf der einen, Bindung auf der anderen Seite. Du kannst sie mit Cleat-Schuhen wie mit normalen Schuhen ohne Cleats fahren. Eine beliebte Wahl für alle, die die Vielseitigkeit der Plattform mit der zusätzlichen Effizienz des Klickpedals verbinden wollen.
- 01Hybrid-Design. Plattform auf der einen Seite und Bindung für Cleats auf der anderen, du wählst also je nach Situation die Seite. Üblich sind die Cleats bergauf oder in Gelände, in dem der Fuß fest sitzen muss, und die Plattform bergab oder auf Trails, auf denen du den Fuß schnell absetzen musst.
- 02Vielseitigkeit. Sie funktionieren mit normalen Schuhen oder mit Radschuhen mit Cleats, je nach Bedürfnis und Vorliebe im jeweiligen Moment. Deshalb passen sie in viele verschiedene Situationen.
- 03Materialien. Ähnlich wie bei Plattform- und Klickpedalen.
- 04Effizienz mit Cleats. Fährst du Schuhe mit Cleats, gewinnst du Tritteffizienz und mehr Kontrolle über das Rad.
- 05Schrittweiser Umstieg. Ideal, wenn du dich mit Klickpedalen vertraut machen willst, denn die Plattform hast du als Rückfallebene.
- 06Schwäche: Größe und Gewicht. Wegen ihres Hybrid-Designs sind sie meist voluminöser und schwerer als Plattform- oder Klickpedale.
- 07Schwäche: weniger Effizienz. Sie sind weniger effizient als reine Klickpedale.
- 08Schwäche: passende Schuhe. Für die Klickseite brauchst du Schuhe mit Cleat-Aufnahme.
- 09Tipp: ausprobieren. Probier beide Seiten der Kombipedale und entscheide, welche Option am besten zu deinen Bedürfnissen und Vorlieben passt.
- 10Tipp: sauber und geschmiert. Damit sie leicht und effizient funktionieren, reinigst und schmierst du die Bindungsmechanismen regelmäßig.
So wählst du die besten Pedale fürs MTB
Bei der Wahl der richtigen Mountainbike-Pedale solltest du diese vier Faktoren berücksichtigen:
- 01Fahrstil. Fährst du lieber aggressiv und technisch, können dir Klickpedale mehr Kontrolle geben. Bist du entspannter und gelegentlich unterwegs, sind Plattformpedale wahrscheinlich bequemer und passender.
- 02Erfahrung. Klickpedale brauchen Eingewöhnung und Übung, um die Füße schnell und sicher ein- und auszuklicken. Als Einsteiger startest du vielleicht lieber mit Plattform- oder Kombipedalen, bevor du auf Klickpedale umsteigst.
- 03Disziplin. Manche Disziplinen tendieren zu einer Pedalart. Enduro, BMX oder Stadt setzen meist auf Plattformpedale, sei es wegen der Sicherheit, den Fuß rechtzeitig absetzen zu können, oder aus Komfort. Ähnlich ist es beim E-Bike, wo Tritteffizienz nicht im Vordergrund steht, deshalb wählt man dort Plattformpedale. Die meisten Klickpedale siehst du auf dem Rennrad und am Mountainbike, wobei es am Berg stark vom Geschmack abhängt, denn Plattformpedale aus Nylon mit herausnehmbaren Pins sind selbst für sehr erfahrene Fahrer eine sehr gute Wahl.
- 04Persönliche Vorlieben. In der Praxis hängt die Wahl vor allem von deinen Vorlieben ab. Probier verschiedene Pedalarten und bleib bei der, die am besten zu deinem Fahrstil und deinem Komfort passt.
Häufige Fragen
Sie sind vielseitig und einfach zu nutzen. Sie brauchen keine speziellen Schuhe und du kannst den Fuß im Notfall sofort vom Pedal nehmen.
Nein. Einer der Vorteile von Plattformpedalen ist, dass du deine normalen Sneaker oder sogar Alltagsschuhe tragen kannst. Spezielle Schuhe mit Cleats an der Sohle brauchst du nicht.
Für Einsteiger sind Plattformpedale meist die passendste Wahl: Sie geben mehr Sicherheit und der Fuß kommt leicht vom Pedal. Für erfahrenere Fahrer gibt es Hochleistungs-Plattformpedale, meist mit verstellbaren Pins und aus Materialien wie Nylon-Composite, Aluminium oder Stahl, je nach Vorliebe und Disziplin.
Das ist individuell. Empfehlenswert ist, auf einer sicheren Fläche zu üben, bevor du dich auf anspruchsvollere Trails wagst.
Das hängt von deinen Vorlieben und deinem Fahrstil ab. Klickpedale bieten mehr Effizienz und Leistung, Plattformpedale mehr Bewegungsfreiheit und Komfort. Kombipedale sind eine vielseitige Option, die Eigenschaften beider verbindet.
Es gibt viele leichte Optionen auf dem Markt. Flat Pedale aus Nylon mit breiter Plattform bieten eine gute Balance aus Gewicht und Haltbarkeit.
Die besten für alle gibt es nicht: Die Wahl hängt von den Vorlieben jedes Fahrers, seiner Disziplin und seiner Fahrweise ab.
Die, die zu deinem Gelände und deiner Sohle passen. Achte auf austauschbare Pins, um den Grip anzupassen.
Für die meisten ja: Trail, Enduro, Downhill und Freeride. Im Cross Country werden allerdings meist Klickpedale bevorzugt, um Effizienz zu gewinnen.
Radschuhe mit flacher Sohle oder einer Sohle, die für Plattformpedale gemacht ist. Achte auf eine Sohle mit gutem Grip, damit die Verbindung zum Pedal sicher ist.
Ja. Sie bieten eine breitere, stabilere Plattform und sind damit ideal für Sprünge und Tricks mit dem Mountainbike. Sie geben dir mehr Bewegungsfreiheit und lassen dich den Fuß bei Manövern leicht absetzen.
Das hängt von deinen Vorlieben bei Passform, Komfort und Leistung ab. Such MTB-Schuhe, die für Plattformpedale gemacht sind, mit einer Sohle, die gut greift.







